Unter dem Motto „talk about cancer“ beschäftigen wir uns mit den vielen Facetten einer Krebserkrankung.hello@kurvenkratzer.at

Annette fragt… Michaela Theede

Löw*innen leben im Rudel. Oder treffen sich in der Mutlöwinnen-Community von und mit und rund um Shila Driesch, der Ur-Mutlöwin. Dort schlichen Michaela Theede und ich umeinander herum, beschnupperten uns und schmiedeten gemeinsame Jagd- bzw. Interviewpläne für unsere Interviewprojekte.

Ich stelle euch in meinem neuesten Interview eine löwenstarke Powerfrau vor, die sich weder von ihrer Diagnose inklusive Angelina-Jolie-Effekt noch von Asthma und Osteoporose und schon gar nicht von einem Treppensturz  stoppen lässt. Michaela ist virtuelle Assistentin, Buchbloggerin sowie Achtsamkeits- und Meditationstrainerin.

Doch Michaela kann nicht nur löwig-laut und löwig-schnell. Als Sonnenblumenfreundin, Bastelfan, Strickliesel und Leseratte ist sie durchaus auch mäusisch-leise und langsamer am Start.

Ich schüttel´meine Mähne vor Freude über ein löwenmutiges Interview und wünsche euch viel Spaß beim Lesen.

Annette: Liebe Michaela, ab 50 hat man alle zwei Jahre Anspruch auf eine Mammographie. Du hattest 2017 deinen 50. Geburtstag und wurdest deshalb dazu eingeladen. Leider stellte sich dieser Termin für dich sogleich als folgenschwer heraus und endete in einer Brustkrebsdiagnose. Nimm´ mich und die Leser*innen mal mit: Wie wurde dein Tumor entdeckt und wie wurde er behandelt?

 Michaela: Hallo Annette, erst einmal lieben Dank, dass ich bei deinem Projekt „Annette fragt …“ dabei sein darf.

Zu deiner Frage: Wie du schon geschrieben hast, bekommen wir Frauen zum 50sten Geburtstag von der jeweiligen Frauenklinik des eigenen Wohnortes die Einladung zur Mammographie.Dabei wird auch meist direkt ein Termin benannt. Ja, so bekam auch ich kurz vor Weihnachten 2017 eben jeden Brief und dachte mir so: „Na, nimm den Termin einfach an, wird schon nichts sein.”

Naja, zu früh gefreut. Habe den besagten Termin wahrgenommen und kurz darauf kam noch ein Brief bei mir an. Wieder von der Frauenklinik. Hier war ein neuer Termin drinnen und die Bitte, diesen wahrzunehmen, da noch ´was unklar sein. Dennoch wurde mir im selben Schreiben auch gesagt, ich solle mir  keine Sorgen machen.

Okay, der Brief kam an einem Freitag und der neue Termin sollte direkt die kommende Woche am Dienstag sein, aber ich soll mir keine Sorgen machen? Finde den Fehler!

Natürlich sprang sofort mein Kopfkino an und das Wochenende war für‘n …

Dann kam also besagter Dienstag. Wieder Mammographie und zusätzlich kamen direkt mal zwei, in Zahl 2, Ärzte und sahen sich die Aufnahme an und beide „bekrabbelten“ meine Brüste direkt mal.

Das Resultat dieser Untersuchung war, dass ich mir einen Termin in der Brustsprechstunde machen sollte, da nur dort eine Mammographie auch in Farbe möglich sei. Zusätzlich sollte auch direkt noch eine Stanzbiopsie gemacht werden.

Wieder eine Woche weiter war ich dann bei der Brustsprechstunde. Die Schwestern dort vor Ort waren allesamt superlieb. Die neuerliche Mammographie, welche eben nun auch farbig alles zeigte, bei der ich mitschauen durfte, war schnell erledigt. Dann hieß es viermal Stanzen. Die Schwester, die es bei mir machte, sagte mir, wie es abläuft und das dabei ein lauter Knall zu hören sei, ich aber möglichst still liegen bleiben soll. Ja, ja, schon klar…. Knall ins Ohr kam und was passierte? Klar, ich zuckte unwillkürlich zusammen *lach, aber bei den drei weiteren, da ging es dann. Anschließend bekam ich für die Befundbesprechnung einen neuen Termin und es hieß nochmal ein paar Tage warten.

Am Termin wurde mir dann eröffnet, dass es tatsächlich Brustkrebs sei! Schock! Ich habe lediglich “Krebs!” gehört und weiter nichts. Nur gut, dass mein Mann dabei war. Er hat mir dann, als ich aus meiner Schockstarre wieder raus war, alles weitere erklärt.

Ich bekam eine brusterhaltende OP und anschließend Strahlentherapie. Und nun hoffe ich inständig, dass ich nur noch knapp ein Jahr Antihormone nehmen muss. Dann habe ich diese ganze 7 1/2 Jahre eingenommen.

Annette: Oh, mir wurde gesagt, dass ich die Antihormonterapie tendenziell nach fünf Jahren beenden kann. Warum hast du die Tabletten so lange genommen?

Michaela: Du hast recht. In der Regel nehmen die Frauen diese fünf Jahre. Bei mir ist die längere Einnahme meinem Gendefekt geschuldet.

Deshalb kann ich einfach nur jeder Frau empfehlen, nehmt den Termin war, auch wenn ihr selbst nichts Verdächtiges fühlt! So war es auch bei mir. Es kann euer Leben retten!

Annette: Im März 2020 wurde bei dir das „Angelina-Jolie-Gen“ diagnostiziert. Du hast also den BCRA2-Defekt. Wie wurde dieser diagnostiziert und wie wurdest du behandelt?

Michaela: Zur Erklärung vorweg: Meine kleine Schwester (5 1/2 Jahre jünger als ich) bekam genau vier Wochen  später dieselbe Diagnose wie ich und ihr wurde direkt nahegelegt, mal einen Gentest machen zu lassen.

Sie war nicht die erste in unserer Familie, denn unsere Oma väterlicherseits war auch an Brustkrebs erkrankt. Meine Schwester durchlief damit, weil sie die erste von uns war, das komplette Gentestprogramm, also nicht nur BCRA 2 sondern auch BCRA 1. Festgestellt wurde bei ihr dann BCRA2.

Für mich war damit  klar, dass ich natürlich auch den Gentest mache. Ich mir auch vor Ort direkt einen Termin im Genlabor geholt. Hier wurde eine Anamnese gemacht und ich musste auch so noch das eine und andere erzählen. Danach wurde mir Blut abgenommen und dieses dann getestet. Die Befunderöffnung bekam ich per Post (war so abgesprochen) und da stand dann eben die Diagnose BCRA2 fest.

Die Therapie war lediglich die Entfernung meiner Eierstöcke und Eileiter.

Relativ zeitnah zu den Gentests meiner Schwester und mir, haben unsere Eltern sich ebenfalls  testen lassen. Heraus kam dabei, dass Papa nicht betroffen war, aber unsere Mama. Und auch sie ließ sich vorsorglich ihre Eierstöcke und Eileiter entfernen.

Annette: Für viele Menschen ist eine Krebsdiagnose der Moment, um innezuhalten und viele ändern nach ihren Therapien Lebensgewohnheiten, wechseln den Job, beenden Freundschaften usw. Ich selbst war nicht ganz so radikal und bin meinem Mann, meinem Umfeld, meinen Jobs und meiner Heimat treu geblieben. Aber dennoch hat sich so manches verändert. Zum einen mindsettechnisch, zum anderen kam das Krebsbloggen und die Selbsthilfe dazu.

Du hast dir nach deiner Erkrankung und – wie du selbst süffisant-ironisch beschreibst – nach einer „Sprunggelenksfraktur mit Totalschaden nach der Pilotenscheinprüfung in eurem Treppenhaus“ einen Traum erfüllt und den Schritt in die Selbständigkeit gewagt. Wow! Was genau machst du jetzt?

Michaela: *lach Ich bin seit November 2021 als virtuelle Assistentin unterwegs. Mein Unfall, also der „Pilotenschein“, war dafür verantwortlich, da ich meinen Job im ortsansässigen Pflegeheim als Reinigungskraft nicht mehr ausführen konnte. Denn da muss man ja bekanntlich gut zu Fuß sein. Ja und da ich im Grunde schon immer eine Leseratte war und bei einem Autorenservice meine ersten Gehversuche in Richtung Autorenhilfe bei Social Media gemacht hatte, war mein Mann der Meinung: „Versuch es doch einfach mal.” Auch bin ich von Hause aus gelernte Bürokauffrau und biete somit zusätzlich noch Marketing und Büromanagement an.

Seit Oktober 2024 bin ich auch noch Achtsamkeits- & Meditationstrainerin und bin aktuell dabei, dies nun auch verstärkt anzubieten. Denn es bereitet mir extrem viel Freude. Auch ist es immer gut,  sich nicht zu sehr auf ein Gebiet einzulassen. Natürlich sollte man aber auch nicht auf zu vielen Hochzeiten tanzen, doch ein breiteres Angebot ist in meinen Augen immer positiv.

Annette: Du hattest schon vor deiner Krebserkrankung einen Buchblog. Auf diesem gibt es seit 2019 auch eine Rubrik mit krebsigem Unterton. Dort findet man deine Interviewreihe „Krebsi fragt Krebsi“. Du selbst nennst dies „mein Herzensprojekt“. Wie kamst du auf die Idee und welche Intention steckt hinter deinen Interviews?

Michaela: Oh ja, “Krebsi fragt Krebsi” ist mein absolutes Herzenprojekt. Denn ehrlich mal; Man sollte über Krebs reden. Leider ist es aber auch heute noch eines der Tabuthemen in unserer Gesellschaft. Es herrscht in vielen Köpfen die Meinung: Über Krankheit, im besonderen über Krebs, redet man nicht. Und genau deshalb habe ich dieses Projekt bei mir ins Leben gerufen, nämlich um darüber zu reden und zwar LAUT.

Ich möchte Neuerkrankten die Angst nehmen, Angehörigen die Scheu und die Gesellschaft zu mehr Empathie und Einfühlungsvermögen führen. Ich hoffe und wünsche mir, dass sich mehr trauen, mir ihre Geschichte zu erzählen oder sich andere trauen einfach mal auf UNS zuzukommen und uns zu fragen wie was ist.

Gerade eine Frage wie zu Beispiel „Wie geht es dir eigentlich gerade?“ zeugt doch von Empathie oder?

Annette: Ach, Michaela, da stimme ich dir in allen Punkten zu. Mein Krebsblog ist bei den Kurvenkratzern zu Hause und deren Motto “Egal, wie du über Krebs sprichst, Hauptsache du tust es” entspricht genau deinem Herzensprojekt. Und ihr genialer Slogan “lieber zu laut als zu pss!” bringt deine Herangehensweise super auf den Punkt. Danke dir an dieser Stelle für dein Engagement, für dein Lautsein, für dein Tabubrechern. Und danke, dass ich bereits Teil deines Interviewprojekts sein durfte. Hier geht´s zu meinem Interview. (Aber bitte erst nach dem Lesen von Michaelas Interview dort rüberblicken!)

Michaela: Danke dir für deine warmen Worte. Ich bin so froh, dass ich dich endlich gefragt habe.

Annette: Deine Homepage sowie dein Buchblog nennt/en sich „Sonnenblümchens Dreams“. Bist du großer Sonnenblumenfan oder wie kamst du auf den Spitznamen  „Sonnenblümchen“?

 Michaela: Ganz genau, ich liebe diese wunderschöne Blumen einfach. Jeden Sommer ziehe ich mir auch welche in meinem Garten. Mein Mann ist nicht so ganz glücklich deswegen. Denn die Entsorgung der verblühten Stängel und Wurzeln ist doch echt kräftezehrend ist. So eine Sonnenblumen kann nämlich echt riesig werden *lach.

Annette: Du bist nicht nur Buchbloggerin, in der Selbsthilfe tätig und als virtuelle Assistentin am Start, sondern seit letztem Jahr auch Achtsamkeits- und Meditations trainerin. Was genau kann ich mir denn darunter vorstellen? Wie läuft so ein Achtsamkeitstrainng bei dir ab? Wie viel kostet es, wenn man dich bucht?

Michaela:  Mh, wie soll ich das erklären? Okay, ich erarbeite hier gemeinsam mit der/dem jeweiligen Interessent*in einen Plan, um mehr Achtsamkeit ins eigenen Leben, in den Alltag einzubauen. Dies kann mit kleinen schriftlichen Aufgaben sein, aber auch mit Meditation. Hier nutze ich gerne Atemübungen und Traumreisen.

Meine Preisgestaltung ist noch nicht abgeschlossen, derzeit bezahlt die/der Teilnehmer*in das, was ihr/m meine Arbeit wert ist.

Annette: Oh, wow. Das ist ein faires Angebot. Ich hoffe, du erfährst finanziell Wertschätzung für den Einsatz deiner Zeit und Gedanken. … Hast du ein Lieblingsritual, mit dem wir ganz leicht etwas mehr Achtsamkeit in unseren Alltag integrieren können?

 Michaela: Oh, vielleicht Folgendes …

… Lass uns gemeinsam eine kleine Atemübung machen. Dafür suche dir bitte zunächst einen ruhigen Raum. Setze, stelle oder lege dich hin.

Nun komme erst einmal langsam an und fühle in deinen Körper hinein.

Ist deine Position noch nicht so, wie du sie dir vorstellst? Dann bewege dich noch einmal oder schüttle dich.

Anschließend schließe deine Augen.

Lass uns nun gemeinsam atmen.

Atme ein … zähle dabei bis 5.

Atme aus … zähle nochmals bis 5.

Diese Übung wiederhole mindestens 5 mal. Wenn dir das Zählen bis 5 zu kurz ist, dann zähle einfach etwas länger. Aber denke daran, es soll dir dabei gut gehen.

Ich hoffe, diese kleine Atemübung hat gefallen.

Auch Atmen ist Achtsamkeit. Achtsamkeit für sich selbst.

Annette: In diesem Sinne atme ich jetzt erstmal 3mal gaaaaaaanz laaaaangsam ein und 3mal gaaaaaanz langsam aus und dann kommt die nächste Frage. 1, 2, 3 ….. 1, 2, 3

…..

Auf deinen Social-Media-Accounts postest du unter dem Hasthag #achtsamermomentdestages täglich ganz persönliche Momente, in denen du Achtsamkeit gespürt oder gelebt hast. Hast du deinen achtsamen Moment des Tags heute schon gehabt und wenn ja: Was war es? 

Michaela: Du wirst jetzt wahrscheinlich lachen, aber genau die Beantwortung deiner Fragen ist für mich mein achtsamer Moment.

Annette: Oh, das rührt mich nun aber. Es ist doch immer eine Gradwanderung mit meinen Interviews. Denn die gehen ja tief, die werden persönlich, die handeln von Krebs und unschönen Zeiten. Aber vielleicht ist genau das, das Achtsame daran: Die Beschäftigung mit sich selbst, das bei sich sein beim Schreiben. So geht es mir ja auch. Toll, dass wir dieses Feeling teilen.

Eulenspiegel Image Aspect Ratio
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Annette: Ich bin sehr aktiv in der Instagram-Krebsbubble. Dort haben sich für mich aus virtuellen Bekanntschaften im Laufe der letzten Jahre echte Freundschaften entwickelt. Auch bei dir ist das der Fall. So nennst du Anett Kaczmarek deine „Schwester im Geiste“. Wie kam es dazu?

Michaela: Wenn man an eine solche Diagnose erhält und diese eben auch deutlich auf seinen Social Media Kanälen kommuniziert, dann ist es zwangsläufig so, dass man anderen begegnet, die eben auch diese Diagnose erhalten haben. Genauso ist es dann auch, dass man mit diesen Personen in Kontakt kommt. So wie du ja geschrieben hast, haben auch wir Zwei uns gefunden. Ja und “meine” Anett habe ich ebenfalls so gefunden. Sie ist gerade 2023/24 zu einer für mich sehr wichtigen Person geworden.

Anett durfte ich auch schon für mein Herzensprojekt interviewen. Wer Lust hat, hier ist das Interview mit ihr.

Annette: Ach wie schön, dass “deine” Anett und du euch so nahe gekommen seid und euch wegen/durch/trotz der Diagnose – je nachdem, wie man es sehen mag – verbunden fühlt. Ich selbst habe Anett für „Annette fragt“ ja auch schon interviewen dürfen und verlinke hier an dieser Stelle mein Interview mit ihr sehr gerne. (An dieser Stelle erneut der Hinweis an euch Leser*innen da draußen: erst Michaels Interview bis gaaaaanzz zum Ende fertiglesen und dann zum nächsten Interview klicken! Versprochen?)

Annette: Ich engagiere mich ehrenamtlich für Jung und Krebs e.V. Du gehörst zu den FSH-Onlinern. So toll, dass du dich für andere Betroffene einsetzt. Das Netzwerk FSH Onliner ist die bundesweite Onlineselbsthilfegruppe der „Frauenselbsthilfe Krebs“. Was genau macht ihr und wie kann man euch kontaktieren?

Michaela: Das Netzwerk FSH Onliner ist die erste bundesweite agierende Online-Selbsthilfegruppe der FSH – getreu dem FSH-Motto

“Betroffene auffangen, informieren, begleiten”.

Wir gehören zur Frauenselbsthilfe Krebs und sind die Online-Alternative zu Präsenzgruppen.

Wir bieten allen betroffenen Frauen mit einer gynäkologischen Krebserkrankung, die Möglichkeit eine Selbsthilfegruppe vor Ort zu finden, aber auch an unseren Selbsthilfeonlinetreffen teilzunehmen. Denn nicht jede Frau findet vor Ort eine passende Selbsthilfegruppe oder kann wegen ihrer Erkrankung nicht vor Ort teilnehmen. Und da setzen wir eben an und bieten die Onlinemöglichkeit, über Zoom an einer Selbsthilfegruppe teilzunehmen.

Auch bieten wir mehrmals im Jahr Expertentalks über Zoom an.

Kontakt zu uns kann man per Mail aufnehmen. Unsere Termine für 2025 findet man hier.

Ich selbst unterstütze das Team rund um Anett und Sonja im Social Media Bereich. Ich poste poste die Termine und vieles mehr bei FB und Co..

Annette: Ich weiß, dass du im Moment dabei bist, eine Selbsthilfegruppe bei dir vor Ort aufzubauen. Das finde ich ganz wunderbar. Plaudere für mich und die Leser*innen gerne ein wenig aus dem Nähkästchen und nutz die Zeilen hier für so viel Eigenwerbung wie du möchtest: Wo und wann trefft ihr euch? Wie kann man dich kontaktieren? ….

Michaela: Oh wie lieb! Ja, so ein Aufbau kostet Zeit und Nerven. Aber so leicht gebe ich nicht auf. Wir nennen uns „Die pinken Flamingos“ und sind eine Brustkrebs Selbsthilfegruppe im Landkreis Rostock, Rostock und Umland.

Derzeit sind wir in einem kleinen Umbruch. Trotzdem freuen wir uns, wenn sich neue Frauen zu uns gesellen. Wobei sich “freuen” gerade echt schräg anhört und anfühlt, denn eigentlich wünsche wir keiner Frau unsere Diagnose.

Annette: Ich wünsche dir viel Erfolg mit deiner Selbsthilfegruppe. Lass´ dich nicht unterkriegen, falls ihr bei euren ersten Treffen nicht allzu viele Leute kommen. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass man einen langen Atem braucht, aber das es sich absolut und für jede einzelne Frau lohnt, der du Hilfe anbietest.

Michaela: Vielen lieben Dank und nein, so schnell geben wir nicht auf! Wir wollen anderen betroffenen Frauen einfach helfen.

Annette: Du weißt ja, dass ich Autorin bin und  ab und zu unter der Rubrik „Annettes Krebsbestsellerliste“ auch Bücher rezensiere. Deshalb nun noch zwei büchertechnische Fragen:  Was ist dein aktuelles Lieblingsbuch? Hast du die Frage bewusst rausgelassen oder einfach schlichtweg übersehen? Fände ich ganz nett, wenn du die beantwortest und vielleicht damit etwas vom Krebsthema wegkommst.

Und… Welches Buch/welche Bücher zum Krebs-Thema kannst du empfehlen? Egal, ob Sachbuch, Biografie oder Roman. Hau´deine Empfehlungen gerne hier raus.

Michaela: Oh, schöne Frage. Mein Lieblingsbuch überhaupt ist Zwischen uns die Wolken von Hailey J. Romance. In dieser Geschichte geht es auch um Krebs. Wer mehr wissen möchte, der schaut doch gerne mal in meine Rezension rein.

Annette: Hihi, das hab´ ich auf deinem Blog schon gesehen und direkt mal bestellt. Bin gespannt, ob ich auch so begeistert davon sein werde. Aber jetzt weiter im Text…

Michaela: Meine Favoritenbücher hau ich jetzt einfach mal unsortiert raus:

Die Mutlöwin von Shila Driesch – Das habe ich sogar schon rezensiert und Shila auch schon ihr interviewt)

Annette: Da muss ich doch direkt einhaken. Anett hat mir erzählt, dass sie dir das Buch von Shila geschenkt hat. Das finde ich eine wunderschöne Sache. Und fast schon unheimlich, wie sich dann der Kreis von ihr zu dir zu Shila und mir geschlossen hat. Ich sag’ ja schon lange: Es gibt keine Zufälle. Wir mussten uns finden! Aber jetzt hab’ ich dich unterbrochen. Weiter im Text bzw. in deinen Buchempfehlungen.

Mutmacherinnen – Power-Impulse für ein Leben mit Brustkrebs von Esther Irmer (Hg)” – auch hierzu gibt es schon eine Rezension von mir

Krebs Nein Danke!” von Angelika Wagner – ebenfalls rezensiert

Annas Blut” von Annette Mertens – ja auch hierzu gibt es eine Rezension auf meinem Blog

Annette: Wow, Du bloggst seit 14 Jahren und deshalb gehe ich davon aus, dass du spontan mit Textbausteinen umgehen kannst. Führe bitte aus dem Bauch heraus die folgenden Satzanfänge fort:

  • Wenn ich einen Moment in meinem Leben ausradieren könnte, dann… natürlich die Diagnose Krebs… Wobei, dann hätte ich so manchen lieben Menschen, wie dich, nicht kennengelernt
  • Meine liebenswerteste Macke ist… zu laut, zu naiv, zu … keine Ahnung.
  • Meine 3 Must-Haves für einen perfekten Tag sind… Kaffee, Hundine und ein gutes Buch.
  • Dieses Zitat von mir könnte es in meine Traueranzeige oder auf meinen Grabstein schaffen: Krebs? Nicht mit mir! – oder – Geniesst euer Leben, es ist viel zu kurz!

Annette: Liebe Michaela, ich bin sehr froh, dass du dich getraut hast, dich mit einer persönlichen Nachricht bei mir zu melden, nachdem du mir schon ein ganzes Weilchen leise gefolgt bist. Es ist doch immer wieder erstaunlich, welche Wege das Universum nimmt, um uns mit sympathischen Menschen zusammenzubringen, mit denen man einige Gemeinsamkeiten hat, von denen man vorher gar nichts wusste.

Ich wünsche dir von Herzen alles, alles Gute – in erster Linie natürlich Gesundheit für dich und deine Liebsten, aber auch viel Erfolg für deine Selbständigkeit. Ich freue mich, wenn wir in Kontakt bleiben.

Michaela: Liebe Annette, ich bin auch echt froh, mich bei dir gemeldet zu haben. Das währe ohne die Mutlöwin nie passiert. Ich hoffe doch, dass wir auch nach unseren Interviews weiterhin in Kontakt bleiben, es wäre echt super schade, wenn nicht.

Annette: Es war wohl klar, dass sich die Wege von uns zwei Hübschen in unseren Löwinnenrevieren mal kreuzen, oder? Ein Hoch auf die liebe Shila, ein Hoch auf uns und aufs Leben gleich noch hinterher!

(Shila war auch schon bei mir im Interview zu Gast. Klick dich im Abschluss an die anderen Interviewempfehlungen in Michales Interview gleich mal rüber zu Annette fragt… Shila Driesch)

Mehr über Michaela erfahrt ihr hier:

Michaela auf Instagram in Sachen Krebs, die private Ela und Sachen Achtsamkeit

Michaelas Business-Instagram-Account und ihre Homepage

Michaelas Buchblog „Sonnenblümchens Dreams“ auf Instagram und Facebook und auf ihrer Homepage

Michaelas Facebookaccount “Krebs, nicht mit mir

Michaelas Herzensprojekt „Krebsi fragt Krebsi

Interview mit Michaela bei der „Lesekanone

Interview mit Michaela bei „Skoutz

Internetauftritt der FSH Onliner

 

Hier geht´s direkt weiter zu den anderen Interviews von “Annette fragt..:

Eulenspiegel Image
Zu einem perfekten Tag gehört für Michaela auf jeden Fall Hundine

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